THG-Quote für Flotten: Geld, das Ihre E-Fahrzeuge nebenbei verdienen
Jedes rein elektrische Fahrzeug Ihrer Flotte erwirtschaftet 2026 einmal im Jahr eine THG-Prämie – allein dadurch, dass es zugelassen ist. Beim Pkw sind das aktuell grob 200–380 €, beim E-Transporter rund 375–450 €, bei einem E-Lkw je nach Klasse mehrere tausend Euro. Der Markt war 2024 stark eingebrochen und erholt sich gerade wieder. Garantiert ist nichts – aber liegen lassen sollten Sie diesen Betrag nicht.
Was ist die THG-Quote – und warum bekommen Sie dafür Geld?
Mineralölkonzerne müssen in Deutschland die CO₂-Emissionen ihres verkauften Kraftstoffs senken – das schreibt die Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) nach der 38. BImSchV vor. Schaffen sie das nicht selbst, müssen sie Zertifikate von denen kaufen, die CO₂ einsparen. Wer ein E-Fahrzeug fährt, spart CO₂ – und verkauft genau diese Einsparung einmal pro Jahr als Zertifikat. Ein Aggregator bündelt die Zertifikate vieler Halter, meldet sie beim Umweltbundesamt und zahlt Ihnen den Erlös aus. [Quelle: ADAC, BImSchV 38]
Das Entscheidende für Ihre Flotte: Jedes Fahrzeug zählt einzeln. Der Erlös skaliert direkt mit der Größe und Schwere Ihres Fuhrparks – ein schwerer Lkw spart deutlich mehr CO₂ als ein Pkw und bringt entsprechend mehr.
Wie viel bringt die THG-Quote pro Fahrzeug 2026?
Es hängt von der Fahrzeugklasse und vom Marktpreis ab – und der Markt schwankt stark. Die folgenden Werte sind Beispiel-Orientierungswerte für 2026, keine Zusage. Grundlage sind die vom Umweltbundesamt festgelegten Schätz-Strommengen je Klasse (Pkw = Basis, Transporter ≈ 1,5×, mittlerer Lkw ≈ 10,3×, schwerer Lkw ≈ 16,7× des Pkw-Werts). [Quelle: carbonify, eQuotNow]
| Fahrzeugklasse | THG-Erlös pro Jahr (Beispiel-Spanne 2026) | Hintergrund |
|---|---|---|
| Pkw (M1) | ca. 200–380 € | Pauschal angerechnete Strommenge; Basiswert |
| Transporter (N1, bis 3,5 t) | ca. 375–450 € | Schätzwert ≈ 1,5× Pkw |
| Lkw (N2/N3, ab 3,5 t) | ca. 2.000–5.300 € | Schätzwert ≈ 10–17× Pkw → schwerstes Fahrzeug, höchster Erlös |
[Quelle: Verivox, Finanztip, eQuotNow]
Ehrlich eingeordnet – warum der Pkw der kleinste Posten ist: Beim Pkw ist die Prämie 2024 von 250–400 € (2022/23) auf zeitweise 50–100 € abgestürzt – ein Minus von bis zu 87 %, weil immer mehr E-Autos auf den Markt drückten. 2026 hat sie sich auf „deutlich über 200 €" etwa verdoppelt, einzelne Anbieter werben mit Fixpreisen über 300 €. [Quelle: Verivox, ADAC, Finanztip] Wer Ihnen heute pauschal 400 € pro Pkw verspricht, arbeitet meist mit veralteten Zahlen oder versteckten Bedingungen. Der eigentliche Hebel liegt bei den schweren Fahrzeugen: Ein einziger E-Lkw bringt mehr als ein Dutzend Pkw.
Beispielrechnung (Beispiel, Stand Juni 2026): Eine Flotte mit 8 E-Transportern × 400 € = 3.200 € pro Jahr – ohne Mehraufwand, allein durch korrekte Anmeldung. Kommen zwei E-Lkw (N2) dazu, sind es schnell mehrere tausend Euro mehr.
Der zweite Hebel: THG-Quote aus Ihrem öffentlichen Ladepunkt
Hier wird es für eine Flotte mit eigenem Solar-Depot interessant. Betreiben Sie einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt, wird nicht pauschal, sondern nach tatsächlich abgegebener Strommenge abgerechnet. Rein privat genutzte Wallboxen sind ausgeschlossen. [Quelle: BImSchV 38, eQuotNow]
Je mehr Strom der öffentliche Punkt abgibt, desto mehr THG-Erlös – das addiert sich zur Fahrzeug-Prämie und läuft komplett unabhängig davon. [unverifiziert: der ct/kWh-Satz ist stark anbieter- und marktabhängig und 2026 nicht einheitlich belegt]
Das passt exakt in den Investment-Case von Fischer Stromwerk: Sie laden Ihre Flotte tagsüber mit dem eigenen Solarstrom (Gestehung grob 0,10 €/kWh statt rund 0,30 €/kWh Netzstrom), und der öffentlich zugängliche Punkt am Hof verdient nebenbei über die THG-Quote – Sie sparen und verdienen.
So holen Sie sich den Erlös – ohne Aufwand
- Fahrzeugscheine sammeln (Zulassungsbescheinigung Teil I jedes E-Fahrzeugs).
- Pro Fahrzeug und Kalenderjahr genau einen Aggregator wählen – Doppelanmeldung ist nicht zulässig. [Quelle: ADAC]
- Anmelden, Zertifikat über das UBA abwarten – Auszahlung typisch einige Wochen bis Monate nach Bestätigung.
- Öffentlichen Ladepunkt registrieren und Strommengen sauber messen lassen.
Genau das nehmen wir Ihnen ab. Fischer Stromwerk plant Ihre Elektrifizierung so, dass jeder Förder- und Erlöskanal von Anfang an mitläuft – die THG-Quote ist nur einer davon.
Häufige Fragen (FAQ)
Bekommt jedes Fahrzeug meiner Flotte die THG-Quote? Ja. Jedes rein elektrische Fahrzeug (BEV) zählt einzeln und generiert jährlich einen eigenen Erlös. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen.
Warum bringt ein Pkw so viel weniger als ein Lkw? Weil die Prämie an die eingesparte CO₂-Menge gekoppelt ist. Das Umweltbundesamt setzt für schwere Fahrzeuge ein Vielfaches der Pkw-Strommenge an (Transporter ≈ 1,5×, mittlerer Lkw ≈ 10×, schwerer Lkw ≈ 17×). Ein E-Lkw bringt deshalb das Mehrfache eines E-Pkw. [Quelle: carbonify]
Sind die genannten Beträge garantiert? Nein. Der THG-Quotenmarkt bildet sich frei aus Angebot und Nachfrage und schwankt stark – 2024 ist er um bis zu 87 % eingebrochen. [Quelle: Verivox] Seriöse Anbieter nennen Spannen oder echte Fixpreise mit klaren Bedingungen; auffällig hohe Pauschalversprechen sollten Sie kritisch prüfen.
Lohnt sich der Aufwand bei einer kleinen Flotte überhaupt? Beim reinen Pkw-Bestand ist es ein netter Nebenbetrag. Sobald Transporter und vor allem Lkw dabei sind, wird daraus schnell ein vierstelliger Jahresbetrag – und der Aufwand bleibt gleich gering.
Muss ich für die Fahrzeug-Quote Strom messen? Nein. Für die Fahrzeuge wird eine pauschale Strommenge angesetzt. Nur beim öffentlichen Ladepunkt wird nach tatsächlich abgegebener kWh abgerechnet.
Kann ich Fahrzeug-Quote und Ladepunkt-Quote kombinieren? Ja. Das sind zwei getrennte Erlöskanäle – Ihre E-Fahrzeuge bringen pauschal, Ihr öffentlich zugänglicher Ladepunkt zusätzlich nach Strommenge.
Ihr nächster Schritt
Wie viel verdienen Ihre Fahrzeuge und Ihr Ladepunkt im Jahr – und was sparen Sie zusätzlich, wenn Sie mit eigenem Solarstrom laden statt mit Diesel? Das rechnen wir konkret für Ihren Fuhrpark durch, ehrlich und ohne Schönrechnerei.
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